Von Sternen, Jägern

Eines Nachts im Herbst 2018 wollte ich in Brandenburg Sterne fotografieren. Ich machte mich also mit meiner Kamera, einem GorillaPod, meiner gelben Regenjacke sowie einer Packung Streichhölzern auf den Weg. Ich fuhr mit Fahrrad durch den stockfinsteren Wald. Mein Ziel war ein Hochsitz auf einer abgelegenen Wiese. Als ich kurz davor war, die Leiter des Hochsitzes zu erreichen, wurde ich angeleuchtet. “ Musst du hier durch laufen? „, fragte mich ein Jäger aus dem Hochsitz. Da ich dem Jäger nicht seinen Abend vermiesen wollte und einen potenziellen Wutausbruch seinerseits vermeiden wollte, – er hatte immerhin eine Waffe – ging ich also weiter Richtung See, wo ich meine Kamera aufstellte. Es hat knapp zwei Stunden gedauert bis ich alles hatte, was ich wollte. Immer wieder betätigte ich den Auslöser, da das Bild nicht scharf war, zu dunkel zu hell oder die Sterne verschwommen. Aber Ende bin ich schließlich mit diesem Streichholz-Stern-Regenjacken-Bild doch noch glücklich geworden. Es heißt zwar immer, dass die Astrofotografie eine reine Materialschlacht ist, aber dennoch lassen sich mit einer APSC-Kamera und dem Kit-Objektiv an den richtigen Orten Sternbilder machen, die sich sehen lassen können.

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